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Niederösterreich

Neu - Ergebnisse der Innovationsbefragung 2017 für Ihr Bundesland:

Folder Spezialauswertung Niederösterreich

 

Forschungsprojekt Lebenszykluskosten von Ein- und Zweifamilienhäusern

Die Lebenszykluskosten beschreiben die Kosten eines Gebäudes über die gesamte Lebensdauer. Es handelt sich um eine Erfassung aller Kosten in allen Lebenszyklusabschnitten, also Planung, Entwicklung, Beschaffung, Fertigung, Vertrieb, Instandhaltungs- und Betriebskosten sowie Beseitigung/Recycling. 

Bei vielen Bauentscheidungen ist der Fokus jedoch immer noch auf den reinen Errichtungskosten, wobei in der Praxis die Betriebs- und Wartungskosten, über den Lebenszyklus betrachtet, wesentlich höher sind. Nachträgliche Umbauten oder Adaptierungen sind oft wesentlich teurer, als wenn man diese schon im Vorfeld mitbedacht und ausgeführt hätte.

Die Lebenszykluskostenrechnung ist eine nachhaltige, kosten- und ressourcensparende Methode die Entwicklung eines Bauwerks von der Idee bis zum Abriss zu betrachten.

  1. Ausgangslage

Die wenigsten Bauherren denken bei der Errichtung neben den Investitionskosten auch bereits an die Folgekosten und somit an den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Basierend auf den Ergebnissen von Workshops mit Experten und Praktikern aus der Baubranche wurde deshalb von der Donau-Universität Krems ein Handbuch zum lebenszykluskostenbewussten Planen und Bauen von Ein- und Zweifamilienhäusern entwickelt.

  1. Zielsetzung

Baunternehmen und Planer für die Zusammenhänge zwischen Investitions- und Planungsentscheidungen und den auftretenden Folgekosten zu sensibilisieren sowie ihre Kompetenz bei der Beratung von Kunden in Bezug auf die Lebenszykluskosten zu steigern.

  1. Grundlagen

Die nach der Errichtung zusätzlich entstehenden Folgekosten summieren sich über 50 Jahre auf das Doppelte der Errichtungskosten und mehr.

  1. Forschungsergebnisse

Die Beeinflussbarkeit der Lebenszykluskosten ist in der frühen Planungsphase am höchsten. Nach Baufertigstellung können die Folgekosten nur mehr in sehr beschränktem Ausmaß optimiert werden.

Bauherren sollten ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten kennen und diese den Bauplanern vermitteln. So kann der Bauherr bei der Abwägung der Kosten und des Nutzens seiner Wünsche auf die Unterstützung des Planers zählen, da dieser auf alle monetären Folgen einer Investition hinweisen kann.

  • Folgekosten können das Doppelte der Errichtungskosten ausmachen
  • In der Konzeptphase kann die Kostenentwicklung am nachhaltigsten beeinflusst werden
  • Beim Planen eines Einfamilienhauses sollten Folgekostentreiber beachtet werden
  • Tipps verhelfen zu einem lebenskostenbewussten Planen und Bauen
  • Nachhaltiges Bauen gewinnt zunehmend an Bedeutung